Existieren
lat. Ex-sistere heraustreten, draussen verweilen.
Existenz ist gewissermaßen als Geschenk zu sehen, an der Realität auf eigene Weise zu partizipieren. Sich dabei selbst zu finden und zu stärken. Sollen wir denn nicht die Wirklichkeit auf die Möglichkeiten durchleuchten um geniessend, gestaltend, erlebend an der Realität teilzunehmen?
Zum Beispiel: wie gehe ich mit meiner Krankheit um, was mache ich daraus? Meine Wirklichkeit kann auch in so einem Fall, meine Möglichkeit sein und ein Weg aus der Krankheit. Mein Sein wird zu meinem Können!
Existiere ich,...
..hebe ich mich vom Faktischen ab. Ich komme in Umgang mit mir und lebe mit innerer Zustimmung. Ich kann, ich mag, ich darf,.. Ich sehe hier die Existenz als nicht vorgegeben, sondern durch uns selbst gestaltbar. Mein Sein ist mir gegeben, jedoch nicht durch die Bedingungen gesteuert. Nehme ich mein Sein auf, hängt von mir selbst ab. Wage ich den "Sprung" zu mir und ergreife mich im Erkennen, Fühlen, Spüren und Handeln oder lasse ich es ?
Fakten
Faktizität ist das was durch Bedingungen gegeben und gesteuert ist. Unser "Standbein" haben wir dort drinnen wo die Fakten sind und können ein "Spielbein" daraus machen. Widmen wir uns dem Möglichen und Gestaltbaren: Vom Wesen her sind wir frei und zugleich verantwortlich für unser Leben. Es ist eine Wahlfreiheit, ganz von innen heraus.
Freiheit
Es ist eine Wahlfreiheit. Eine bedingte Freiheit, nicht grenzenlos, sondern relativ. Sie ist zwar an Bedingungen geknüpft, doch der Spielraum für die Wahl und obendrein die Gestaltung der Freiheit, bleibt. Das grösste Hindernis für das Freisein ist, das Gefühl zu haben der Spielraum, beziehungsweise die Möglichkeiten die man hat, sind einem zu wenig. Bedenke ich dass der Spielraum eine Aussenwelt und eine Innenwelt hat, könnte ich vielleicht doch genug Freiraum erkennen und erfühlen. Die Freiheit kann der Mensch aufs Spiel setzten oder verlieren ! Sucht oder Abhängigkeit nimmt viel Freiheit.
Einige Punkte lassen mich wissen, dass ich frei entschieden habe und nicht nach einem Zwang:
- Das Gefühl zu haben, das ist mir wichtig!
- Das Wissen, dass ich anders hätte handeln können
- Ich hatte aber einen Grund so zu entscheiden, fühle diesen Grund und ich hatte auch keinen anderen
triftigen Grund anders zu entscheiden.
- Ich stehe jetzt dazu und es lässt mir meine Identität. Es bedeutet soviel, dass ich es verantworten kann
Ich wähle hier das Blog-Ende
Meine Wahl ist diesen Blog hier zu beenden.
Bis Bald
Patricia Saidler :)